Warum gibt es überhaupt Streunerkatzen?

Streunerkatzen fallen nicht einfach vom Himmel. Eine Katzenpopulation entsteht schleichend. Meist stammen sie von einer unkastrierten Hauskatze, z.B. häufig von einem Bauernhof. Manchmal werden Hauskatzen beim Umzug zurück gelassen, weil davon ausgegangen wird, dass sich eine Katze wunderbar selbst versorgen kann. Oder sie werden schlicht und ergreifend ausgesetzt.

Woher die Streunerkatzen stammen, bleibt meist im Verborgenen. Zweimal im Jahr paaren sich Katzen und es kommen 2 – 6 Jungen zur Welt. Da diese wiederum nicht kastriert werden, geht es immer weiter mit der Vermehrung. Werden es dann an einer Stelle zu viele, kapseln sich einige ab und gründen so an einem anderen Ort eine weitere Population. Ganz nach dem Schneeballsystem.

Hinzu kommt die falsch verstandene Tierliebe von Menschen, die Streuner zwar füttern aber wiederum nicht kastrieren. Entweder fehlen die finanziellen Mittel oder sie finden keine Unterstützung. Leider werden herrenlose Katzen erst im Frühjahr gemeldet, wenn die Katzen bereits wieder trächtig sind und somit eine Kastration sich als schwierig entpuppt, weil man auf viele andere Dinge achten muss. Wenn man dann die Mutter einfängt, könnten die Kleinen jämmerlich verhungern oder anderen Tieren zum Opfer fallen.

Darum ganz wichtig: Bitte herrenlose Katzen SOFORT beim Ordnungsamt, Veterinäramt oder Tierschutzvereinen melden! Denn nur so kann nachhaltig vorgegangen werden.